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Statement zum Testurteil von Ökotest

beckers bester: Naturtrüber Apfel in der 1 Liter Tetra Pak Verpackung

Hey! Vielleicht hast Du es schon mitbekommen. Ökotest hat in unserem naturtrüben Apfelsaft in der 1.0L Tetra Pak Verpackung (MHD: 18.05.2023) Mepiquat gefunden.

Vorweg sei gesagt: Auch wir sind absolut nicht glücklich mit der Situation… würden uns aber sehr darüber freuen, wenn Du Dir die Zeit nehmen würdest, folgenden Text zu lesen:

Mepiquat ist kein „Spritzgift“, sondern ein im konventionellen Getreidebereich zugelassener Wachstumsregulator – das Längenwachstum der Zellen kann dadurch verzögert werden, was eine Halmverkürzung bei Getreide bewirkt. Der Vorteil? Die Stabilität der Weizenpflanze wird erhöht, weshalb diese geschützter vor Umwelteinflüssen wie Wind und Niederschlag ist.

Auch beim Obst- und Gemüsebau findet Mepiquat seine Verwendung, die Blüten- und Fruchtbildung wird gefördert und die Stiele werden verstärkt, was einen frühzeitigen Obstfall verhindert…jedoch nicht in der EU. Und somit auch nicht bei uns. Alle Landwirte vor Ort haben uns schriftlich bestätigt, dass beim Apfelanbau kein Einsatz dieses Stoffes stattgefunden hat. Wäre Mepiquat hier aktiv eingesetzt worden, wären die Werte um ein Vielfaches höher.

Durch eine Abdrift von Ölsaaten oder Getreide-Feldern in der Nähe des Apfelanbaus (also auf den Feldern, wo die Verwendung von Mepiquat erlaubt ist), ist der Stoff in geringen Mengen auf die Äpfel übergegangen (der festgestellte Wert liegt bei 0,027 mg/kg – der Grenzwert liegt bei 0,02 mg/kg). Genau das haben wir dem Ökotest auch vorab so kommuniziert.

Der Höchstwert von Mepiquat in Produkten ist übrigens von Erzeugnis zu Erzeugnis unterschiedlich.
So darf in Schalenfrüchten beispielsweise 0,05 mg/kg vorhanden sein, genauso wie bei frischen Kräutern, essbaren Blüten und unterschiedlichen Ölsaaten, Roggen und Weizen haben sogar einen Höchstwert von 3,0 mg/kg.

Die Rückstandshöchstgehalte für Mepiquat sind in der Pestizidverordnung (EG) Nr. 396/2005 geregelt: EUR-Lex – 32016R1015 – DE – EUR-Lex (europa.eu)

Für das Fertigprodukt besteht kein gesundheitliches Risiko. Unsere Rohwaren testen wir stichpunktartig nach einem Probenplan, in der Rohwarenannahme wie auch in der Endkontrolle. Dieses ist ein gängiges Verfahren insbesondere unter Einbeziehung der Rohwarenspezifikationen und langfristigen Verträge mit unseren Lieferanten. Dieses Verfahren wurde und wird auch bei allen Audit´s (IFS, Bio, etc.) extern geprüft und regelmäßig für angemessen bewertet, die IFS (International Featured Standards) Audits bestehen wir auf höherem Niveau.

Und dennoch ist das passiert. Wir haben natürlich sofort Korrekturmaßnahmen eingeleitet. Bedingt durch die aktuellen Ergebnisse haben wir unseren Probeplan angepasst und bis auf weiteres werden wir keinen Apfelsaft mehr von diesem Anbaugebiet einsetzen. Zudem werden wir die Kontrollen und Überwachungen der entsprechenden Zulieferer engmaschiger überwachen.

Wenn Du bis hierhin durchgehalten hast, möchten wir uns herzlich bei Dir bedanken.

Wenn Du die Produkte zu Dir genommen hast, musst Du Dir keine Sorgen machen. Solltest Du noch betroffene Produkte zuhause haben und Dich sehr unwohl mit dem Verzehr fühlen, so sende uns gerne ein Foto davon und wir ersetzen Dir diese. Das Mindesthaltbarkeitsdatum des Produktes ist der 18.05.2023.