beckers bester reagiert auf Verbraucherwünsche

Liebe Verbraucherin,

lieber Verbraucher,

am 31.7.2017 startete Foodwatch eine Aktion mit dem Titel „Schluss mit dem Saftschwindel!“, in der verschie­dene Fruchtsafthersteller dazu aufgefordert wurden, auf der Produktvorderseite die Verkehrs­bezeich­nung (Saft oder Nektar inkl. Fruchtgehalt) abzudrucken. Unter anderen wurde auch uns vorge­worfen („Beckers Schlechtester“), die Deklaration auf der Rückseite im Kleingedruckten zu verstecken. Der Newsletter von Foodwatch, wie das auf der eigenen Facebook-Seite veröffentlichte Video erweck­ten bei uns den Eindruck, dass Foodwatch den Herstellern absichtliche Täuschung und Irreführung vorwirft.

Die sachliche Kritik, dass die fehlende Verkehrsbezeichnung auf der Front den einen oder anderen Verbraucher in die Irre führen könnte, ist nachvollziehbar und berechtigt!

Doch trügerische Absichten hatten wir nie! Bei der Gestaltung der Etiketten sind wir naiver Weise davon ausgegangen, dass Informationen (Verkehrsbezeichnung, Inhaltsangabe und Nährwerte), die dauerhaft Bestand haben, gebündelt auf die Rückseite gehören, sodass sich ein Kunde beim ersten Kauf damit ausführlich mit den Inhaltsstoffen beschäftigt, wenn diese ihm wichtig sind, und anschließend weiß, woran er ist. Die Vorderseite sollte für die Kommunikation von Veränderungen wie zum Beispiel Preiserhöhungen oder Rezeptur­veränderungen reserviert sein.

Ich habe mich persönlich in den genutzten (sozialen) Medien und im direkten Dialog mit Foodwatch entschieden dagegen gewehrt, uns absichtliche Täuschung zu unterstellen. Leider gab es im Vorfeld der Aktion keinerlei Kontaktaufnahme von Foodwatch, in der wir die Gelegenheit erhielten, unsere Beweggründe darzulegen und den kritisierten Missstand zu korrigieren. Wo der „Angeklagte“ nicht gehört wird, muss aus meiner Sicht die Wertung der Beweggründe unterbleiben.

An der von Foodwatch gestarteten Petition haben bis heute fast 19.000 Verbraucher teilgenommen. Die an uns übermittelten Mailadressen nutzen wir, in dem ich persönlich eine Stellungnahme an jeden Teilnehmer geschickt habe. Seitdem habe ich fast 1.000 Antworten erhalten, auf welche ich ebenfalls persönlich reagiere. Neben sehr viel wohlwollendem Verständnis erhielt ich viele Zuschriften, die mir bestätigten, dass man bei Unterzeichnung davon ausgegangen war, dass Foodwatch im Vorfeld den Dialog mit den kritisierten Unternehmen gesucht hatte. Viele Verbraucher schilderten mir aber auch eindrucksvoll, wie beschwerlich sie den täglichen Einkauf empfinden und dass sie sich eine Änderung wünschen würden. Leider erhielt ich aber auch viele äußerst negative bis feindliche Reaktionen.

Die (aus unserer Sicht) unverhältnismäßige Vorgehensweise von Foodwatch hatte uns nun in eine Zwick­mühle gebracht. Einerseits sahen wir ein, dass sich Verbraucher getäuscht fühlen könnten. Andererseits fiel es uns schwer, das von Foodwatch gewählte medienwirksame und harte Vorgehen damit nachträg­lich zu rechtfertigen, dass wir nun eine Reaktion zeigen. Frei nach dem Motto: „Der Zweck heiligt die Mittel.“ Zudem war für uns wichtig, nicht nur die allgemeinen Verbraucherwünsche zu kennen, sondern auch die Wünsche unserer eigenen Kunden zu respektieren. Immerhin hatten sich viele Verbraucher auf der Facebook-Seite von Foodwatch kritisch zu deren Forderung geäußert. Aus diesem Grund haben wir uns dazu entschlossen, eine Online-Befragung vorzunehmen, um zumindest ein Stimmungsbild zu erhal­ten. Die Ergebnisse ergaben, dass bei unseren Kunden die Meinungen in der Tat sehr ausgeglichen sind, was uns zeigt, dass wir mit unserer Annahme bei der Gestaltung der Etiketten nicht so falsch lagen. Aber zusammen mit den restlichen Verbrauchern ergab sich eine recht deutliche Mehrheit (ca. 68%) für eine Änderung der Etiketten.

Parallel zu der Befragung hatten wir bereits damit begonnen, an einer Lösung zu arbeiten, die alle Interessen berücksichtigt, sodass wir zum Ende der Befragung schnellst möglich in die Umsetzung gehen können. Es dauert nämlich eine Weile, bis die Änderungen dann wirklich umgesetzt sind, da neue Packun­gen und Etiketten gedruckt werden müssen. Diese Änderungen werden wir nun umsetzen. Sie sehen also, wir haben die Kritik angenommen und reagieren nun auch! Und das nicht, weil wir einem Druck von außen nachgeben, sondern weil uns Argumente und die Verbraucherwünsche überzeugt haben. Ich würde mich sehr freuen, wenn wir bei der nächsten Aktion im Vorfeld die Chance erhielten, zu zeigen, dass wir kritikfähig und bereit sind, im Verbraucherinteresse zu handeln.

Mit einer Verfügbarkeit der neuen Designs rechne ich spätestens zum Ende diesen Jahres und bitte alle Kunden um Geduld und Verständnis dafür, dass solche Veränderungen etwas Zeit in Anspruch nehmen.

Gerade, weil Verbraucherschutz eine unglaublich wichtige Aufgabe in unserer Zeit geworden ist und die entsprechenden Organisationen eine enorme mediale Macht besitzen, muss diese Aufgabe verantwor­tungsvoll wahrgenommen werden. So, wie wir uns mit der berechtigten Aufforderung, unsere Etiketten verständlicher zu gestalten, auseinandersetzen müssen, so fordere und bitte ich Foodwatch herzlich, mit Blick auf die unterbliebene vorherige Kontaktaufnahme und die Wertung nicht hinterfragter „Beanstan­dungen“, das eigene Vorgehen gegenüber kritisierten Herstellern zu hinterfragen. Industrie und Verbraucherschützer sind zu einem konstruktiven Dialog aufgefordert. Die Frontenbildung hilft beiden nicht, da mit steigender Verbissenheit beide Seiten an Glaubwürdigkeit verlieren. Der Verbraucher verliert in jedem Fall!

So sehr ich die anfängliche Vorgehensweise von Foodwatch kritisiere, möchte ich auch erwähnen, dass der direkte Dialog seitdem immer sachlicher und wertschätzender geworden ist. Im Oktober wird Herr Rücker, der Geschäftsführer von Foodwatch, mit einem Team unser Unternehmen besuchen.

Ich bedanke mich bei allen Verbrauchern und Kunden für die engagierte Diskussion und die Bereitschaft, auch unsere Sicht der Dinge zu würdigen. Auch freue ich mich über einen mittlerweile konstruktiven Dialog mit Foodwatch im Sinne der Verbraucherinteressen.

 

Herzliche Grüße aus Lütgenrode

Sebastian Koeppel
geschäftsführender Gesellschafter

Hier erhalten Sie das komplette Schreiben unseres geschäftsführenden Gesellschafters Herrn Koeppel

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